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Dienstag, 1. Dezember 2009

Röntgenmikroskop für den Schreibtisch

Das US-amerikanische Unternehmen IRIS hat ein sehr kompaktes Röntgenmikroskop entwickelt. Eigentlich handelt es sich nur um eine Röntgeneinheit, die man auf ein Inversmikroskop aufgesetzt. Der Film im Anschluss zeigt wie es gemacht wird.

Die Vorteile liegen auf der Hand, dieses kompakte System kann sehr leicht transportiert werden und ist somit nicht ausschließlich an den Einsatz im Labor gebunden. Leider war es mir nicht möglich einen Preis für das XRS2D50 in Erfahrung zu bringen. Es soll aber verhältnismäßig günstig sein.

Technische Daten und weiter Details kann man der verlinkten Webseite entnehmen.

Wer schon alles hat, kann sich nun vom Weihnachtsmann doch noch was wünschen - ein Röntgenmikroskop für den Schreibtisch.


Sonntag, 29. November 2009

DNA Kunst - Weihnachten für Mikroskopiker Teil 1

Weihnachten steht vor der Türe! In der Reihe “Weihnachten für Mikroskopiker” möchte ich Geschenksideen für Mikroskopie interessierte vorstellen.

Den Anfang macht eine sehr ausgefallene Idee. Die eigene DNA als Kunstwerk, ein persönlicheres Geschenk als dieses wird man kaum finden.

So nun wie geht das? Zitat von der Webseite des Herstellers: “Wählen Sie die Farbe und Größe des Bilds und in ein paar Tagen erhalten Sie den DNA-Entnahme-Kit. Und nur wenige Wochen später erhalten Sie Ihr persönliches Bild, das ihre ganze Individualität ausstrahlt.“

Ab € 249,-- ist man dabei und kann die eigne DNA oder die seiner Lieben an der Wand täglich bewundern. Freunde werden mit Sicherheit beeindruckt sein, denn ein exklusiveres "Kunstwerk" gibt es nicht.


Foto c Helys

Donnerstag, 26. November 2009

Die Bio-Hacker kommen!

Bewaffnet mit Mikroskop, Zentrifuge und Pipetten extrahieren Wochenendgenetiker Erbgut aus Obst, Haaren und sonstigen was sie in die Finge bekommen. Dieser Trend kommt aus den USA, wo die gesetzlichen Möglichkeiten breiter gefächert sind als in Europa. Ob dies der Menschheit dient, ist in Zeiten der weltweiten Terrorgefahr sehr fraglich! Was geschieht wenn mal ein Fehler passiert, schließlich ist eine Küche kein Hochsicherheitslabor.

Im Web kann man schon die “Do it yourself Biology” DIYBIO Community finden. Dort werden die gewonnenen Erkenntnisse veröffentlicht und ausgetauscht. Rund 800 Freizeitforscher haben sich dort bereits organisiert.

Im folgenden Film bekommt man einen Eindruck der Bestrebungen von DIYBIO.

Man kann sicher sein das man in Zukunft noch mehr von DIYBIO hört, ich hoffe nur positives!





Foto cc lucylarou


Freitag, 20. November 2009

iPhone wird zum Mikroskop

Apple ist für seine Innovationen bekannt. Der folgende nette kleine Film zeigt uns das iPhone als mobiles Mikroskop. Alles sehr schön anzusehen aber eben leider nicht real.

Die gezeigten Vergrößerungen dringen in Dimensionen vor die nur ein Elektronenmikroskop abbilden kann. Aber Träumen wird man ja dürfen ;-).

Wer seine Umwelt aber an der Nase herumführen möchte, kann sich die Software für € 0,79 auf sein iPhone laden und so tun als hätte er ein Elektronenmikroskop für die Hosentaschen. Na dann viel Spass!

Dienstag, 17. November 2009

Mikrofotos und Daten für 1000 Jahre sicher!

Das behauptet das US-Unternehmen Cranberry. Die Lösung für diese Herausforderung ist ein einer DVD ähnliches Speichermedium namens DiamonDisc. Laut Angaben des Herstellers, können bis zu 4,7 GB Daten erfasst werden. Die DiamonDisc ist gegenüber UV-Strahlung, Hitze, Licht, Magnetwellen und andere Umwelteinflüsse resistent.

Kann man den Marketingversprechen trauen, sollen die Scheiben 1000 Jahre jeglichem Verfall widerstehen. Nun stellt sich aber die Frage, wer wird in 1000 Jahren ein entsprechendes Lesegerät haben. Denken wir daran, wer hat heute noch ein Diskettenlaufwerk?

Wer nun mit seinen Daten den Beweis der tausendjährigen Beständigkeit antreten will, hat zwei Möglichkeiten. DiamonDisc bietet an, die zu sichernden Daten direkt auf die Cranberry Webseite zu laden. Man erhält dann zum Preis von € 23,-- eine DiamondDisc mit seinen Daten. Will man seine Daten selbst Brennen, muss man schon etwas mehr investieren. Für € 3.350,-- erhält man einen Brenner inkl. 150 Rohlingen. Nicht billig, aber man hat dann was für die “Ewigkeit” ist ja auch was Wert!

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Fotowettbewerb bei ScienceBlog.de

ScieneceBlog.de startet seinen ersten Fotowettbewerb. Der Wettbewerb teilt sich in mehrer Kategorien, unter anderem auch “Mikroskopie”.

Wer Interesse hat seine Mikrofotos zu diesem Wettbewerb einzureichen hat noch Zeit dies bis zum 30. November 2009 zutun. Weiter Details findet ihr auf der verlinkten Webseite des ScienceBlog.

Viel Erfolg allen Teilnehmern!

Freitag, 16. Oktober 2009

Professor Xiaowei Zhuang spricht über hochauflösende Fluoreszenzmikroskopie

"Professor Xiaowei Zhuang spricht im Leica Scientific Forum über super-hochauflösende Fluoreszenzmikroskopie" Neue Pressemitteilung von Leica Microsystems:

Heidelberg, Deutschland. Das Thema der super-hochauflösenden Mikroskopiesteht bei Biowissenschaftlern zur Zeit hoch im Kurs. Eine ganze Reiheinnovativer Technologien wurden und werden entwickelt, um einzelne Moleküleund Interaktionen zwischen Molekülen in der lebenden Zelle sichtbar zumachen. Professor Xiaowei Zhuang vom Howard Hughes Medical Institute derHarvard University, Cambridge, USA, referiert im Rahmen derwissenschaftlichen Vortragsreihe Leica Scientific Forum Heidelberg –Advances in Life Science am Montag, dem 26. Oktober 2009, sowie am Dienstagdem 27. Oktober 2009, über neue super-hochauflösende Fluoreszenzverfahrenund deren Einsatz in der Virusforschung.

In ihrem ersten Vortrag erläutert Prof. Zhuang die STORM-Technologie. STORM(Stochastic Optical Reconstruction Microscopy) erlaubt mit Hilfefotoaktivierbarer Fluoreszenzmarker die Position einzelner Moleküle in derZelle zu bestimmen. Zhuang, die an der Entwicklung von STORM maßgeblichbeteiligt war, gelang es, nur wenige zehn Nanometer kleine zelluläreStrukturen in 3D aufzunehmen. In ihren zweiten Vortrag berichtet sie überihre aktuelle Studie in der Virusforschung. Mit modernstenMikroskopieverfahren visualisierte Zhuang, wie Influenza-, Dengue- undPolioviren in lebende Zellen eindringen und welche molekularen Mechanismenan diesem Prozess beteiligt sind. Diese Kenntnisse sind grundlegend fürverbesserte Therapien gegen Viruserkrankungen.

Das Leica Scientific Forum Heidelberg findet statt am Montag, 26. Oktober 2009, 16:00 – ca. 18:00 Uhr im BIOQUANT, Vorlesungsraum SR041 in Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 267 Thema: Super-Resolution Fluorescence Imagingund am Dienstag, 27. Oktober 2009, 16:00 – ca. 18:00 Uhr im European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg, Meyerhofstraße 1, Raum: Operon Thema: Imaging Virus Cell Interactions in Live Cells
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Im Anschluss an die Vorträgebesteht bei einem Büffet die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch.

Leica Microsystems stellt Mitschnitte der Vorträge des Leica ScientificForums nach der Veranstaltung auch im Internet zur Verfügung.

Leica Microsystems hat unter der Leitung von Thomas Zapf diesevierteljährlich stattfindende Vortragsreihe 2005 ins Leben gerufen, umKommunikation und Diskussion der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissein den Lebenswissenschaften zu fördern und Akademia und Industrie einehochkarätige Plattform für den internationalen Wissensaustausch zu bieten.Das Forum wird von einem Scientific Advisory Board betreut, dem dieHeidelberger Wissenschaftler Winfried Denk (MPI), Roland Eils (DKFZ),Stefan Hell (MPI und DKFZ) und Rainer Pepperkok (EMBL) angehören.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Nikon Small World Competition 2009

Die Ergebnisse sind da! Auf der Webseite des Nikon Small World Mikrofoto Wettbewerbs können sie bestaunt werden. Wer seinen Augen diese wunderbaren Bilder nicht vorenthalten möchte folge dem Link.

Die „Nikon Small World Competition“ wurde im Jahr 1977 von Nikon ins Leben gerufen. Seit nun mehr als 30 Jahren werden die besten eingereichten Bilder prämiert.

Die Jury, der unter anderem auch der bekannte Mikrofotograf Charles Krebs angehört, wurde auch diese Jahr besonders gefordert. Unter den fast 2000 eingereichten Fotos, mussten die Gewinner ermittelt werden.

Herzlichen Glückwunsch allen Teilnehmern und vor allem den Gewinnern!

Donnerstag, 3. September 2009

Systemübergreifendes Mikroskopieren

"Systemübergreifendes Mikroskopieren - Carl Zeiss stellt Plattform für korrelative Mikroskopie in der Materialanalyse vor" Neue Pressemitteilung von Carl Zeiss

JENA, OBERKOCHEN, 31.08.2009. Anlässlich der Microscopy Conference 2009 in Graz (Österreich) präsentiert Carl Zeiss eine integrierte Lösung für korrelative Mikroskopie in der Materialanalyse. Kernelemente der Verbin- dung zwischen Lichtmikroskop und Rasterelek- tronenmikroskop sind der gemeinsame Proben- halter und Adapter sowie ein neuentwickeltes Softwarepaket zum schnellen, automatisierten Wiederauffinden und Untersuchen ein und der- selben Probenstelle sowohl unterm Licht- als auch im Elektronenmikroskop. Die „Shuttle & Find“ genannte Lösung für die Materialanalyse kann in der Forschung und für viele Routinean- wendungen im industriellen Umfeld eingesetzt werden. Nach Abschluss erster, gemeinsam mit Pilotkunden durchgeführter Applikationsentwick- lungen, wird Shuttle & Find in Kürze allgemein verfügbar sein. Die jetzt präsentierte Lösung ist zunächst nicht für biologische Anwendungen einsetzbar.

Während lichtmikroskopische Aufnahmen auf Reflexion, Transmission oder Fluoreszenz basieren, bietet das Rasterelektronenmikroskop – neben der um mehr als zwei Größenordnungen höheren Ortsauflösung – eine Vielzahl weiter- führender Analysemöglichkeiten. Dies sind insbesondere die morphologische Charakteri- sierung der Probe sowie die Elementanalyse mittels Röntgenspektroskopie (EDX). In der Regel werden Proben zunächst im Lichtmikroskop unter Einsatz verschiedener Kontrastverfahren wie Hellfeld, Dunkelfeld, Polarisation und Interferenz untersucht. Anschließend erfolgt die Detailunter- suchung der Probenareale im Rasterelektronen- mikroskop, die als interessant identifiziert wurden.

„Shuttle & Find“ von Carl Zeiss für die korrelative Mikroskopie in der Materialanalyse ist eine einfach zu bedienende Schnittstelle zwischen Licht- und Elektronenmikroskop. Sie verbindet aufrechte und inverse Lichtmikroskope vom Typ SteREO Discovery, Axio Imager, Axio Observer mit motorisiertem Tisch sowohl mit sämtlichen ZEISS Rasterelektronenmikroskopen wie EVO, SIGMA, SUPRA, ULTRA, MERLIN als auch mit den ZEISS CrossBeam workstations AURIGA, NVision und NEON (Kombination Rasterelektronenmikroskop und fokussierter Ionenstrahl zur Materialbe- arbeitung). Innerhalb weniger Minuten ist der Probentransfer von einem System zum nächsten möglich, ebenso kann die betrachtete Material- probe auch in örtlich getrennten Labors per Proben- und Datentransfer bearbeitet werden. Im Rasterelektronenmikroskop werden die licht- mikroskopisch selektierten Probenstellen in Sekundenschnelle automatisch wiedergefunden und können einer Detailuntersuchung unterzogen werden. Ergänzend zu zahlreichen Einzelanalysen der licht- und elektronenmikroskopischen Bilder können diese per dezidierter Software auch ortsgenau zur weiteren Informationsgewinnung überlagert werden.

Dr. Thomas Albrecht, Leiter des Produkt- managements im Geschäftsbereichs Nano Technology Systems von Carl Zeiss SMT betont: „Als weltweit einziger Anbieter, der sowohl Licht- als auch Elektronenmikroskope entwickelt, produ- ziert und vertreibt, ist Carl Zeiss prädestiniert, Lösungen für die korrelative Mikroskopie zu ent- wickeln. Mit dem heute vorgestellten Interface gehen wir einen weiteren Schritt in die Richtung, die zwei bislang weitgehend unabhängigen Welten der Licht- und Elektronenmikroskopie zum Nutzen unserer globalen Kundengemeinschaft zusammenwachsen zu lassen. Ganz im Sinne unseres Mottos ´Bridging the Micro and Nano World´.“

Mittwoch, 12. August 2009

Leica Microsystems Photo Contest

Neben den etablierten Mikroskopiefotowettbewerben von Nikon und Olympus bietet Leica Microsystems den Usern ihrer Mikroskope an, sich am hauseigenen Fotowettbewerb zu beteiligen.

Zu meiner Schande muss ich zugeben, dass mir dieser “Contest” von Leica Microsystems bis Dato nicht bekannt war, obwohl er offenbar seit 2006 existent ist. Von der Anzahl der in den Galerien gezeigten Aufnahmen, schließe ich, dass sich der Bekanntheitsgrad auch in Grenzen hält. Da kann ich mich aber auch irren.

Der Wettbewerb ist übers Jahr durchgehend. Jedes Quartal wird aus den Einreichungen ein Gewinner gekürt. Teilnahme berechtigt ist offenbar jeder User eines Leica Mikroskops.

Wer sich nun zur Teilnahme berufen fühlt ,findet auf der Webseite alle Details. Besonders würde mich interessieren in wie weit der “Leica Microsystems Photo Contest” bei den Lesern bekannt ist bzw. bereits bekannt war. Über Kommentare freue ich mich natürlich!

Dienstag, 21. Juli 2009

US Mikroskopie-Forum - der Blick über den Tellerrand

Die Mikroskopiker sind eine relativ überschaubare Gruppe, nicht wie bei vielen anderen Hobbys die von hunderttausenden betrieben werden. Um so wichtiger ist ein Blick über Landes- bzw. Sprachgrenzen hinweg und der Kontakt zu anderen begeisterten Mikroskopikern.

Das US Mikroskopie-Forum ist für jeden interessierten eine Bereicherung. Man findet neue Ansätze für die “Arbeit” mit dem Mikroskop und was vielleicht noch wichtiger ist man bekommt Kontakt zu weiteren Gleichgesinnten.

Das deutschsprachige Forum nimmt natürlich einen besonderen Stellenwert ein, schon alleine wegen der geografischen Nähe zu den handelten Personen.

Aber manchmal sollte man den Blick über den Tellerrand wagen, die Globalisierung macht noch nicht mal bei Hobbys wie der Mikroskopie halt. ;-)
Foto cc Lord Biro

Freitag, 17. Juli 2009

Mikrofotos auf Flickr - das kann was

Mikroskopische Präparate gekonnt zu fotografieren ist für die meisten Hobbymikroskopiker die größte Herausforderung. Die gelungen produzierten Fotos zeigt man dann auch gerne seinen Freunden und Gleichgesinnten.

Die Plattform Flickr stellt eine sehr gute Möglichkeit dar seine Fotos entweder einer geschlossenen Gruppe wie Freunden, oder, wenn man es möchte, auch Jedermann der sich für die Mikrofotografie interessiert, zugänglich zu machen. Der Service ist für bis zu 200 Fotos kostenlos! Die Fotos werden auch nicht gelöscht und bleiben erhalten.

Wer sich gerne von anderen Mikroskopikern inspirieren lassen möchte, findet auf Flickr bereits ein umfangreiches Portfolio an einschlägigen Bildern.

Sehr viele Fotos stehen auf Flickr unter einer cc Creative Commons Lizenz für nicht kommerzielle Nutzung zur Verfügung. Dies kann sehr hilfreich sein, sucht man beispielsweise ein Foto zur Illustration auf einer Webseite oder für einen Vortrag.

Alles in allem, muss ich sagen, ein sehr interessantes und dazu noch kostenloses Paket das hier geboten wird.

Foto cc MuseumWales

Donnerstag, 16. Juli 2009

Die Welt der Zelle

Die Zelle ist die Basis jeden Lebens. Als Mikroskopiker ist man damit permanent konfrontiert. Die verlinkte Webseite befasst sich eingehend mit der “Zelle” als Ausgangspunkt sämtlicher Lebensformen.

Die Webseite ist sehr gut strukturiert und mit übersichtlichen Grafiken zu den einzelnen Teilbereichen versehen.

Wer allgemeine Informationen zur “Zelle” sucht ist hier sicher sehr gut bedient.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Die Herstellung von Dünnschliffen

Wie wird ein Dünnschliff der für die Betrachtung unter dem Mikroskop geeignet ist hergestellt? Nun, die verlinkte Webseite zeigt es Schritt für Schritt von der Gesteinsprobe bis zum fertigen
Dünnschliff.

Für den Hobbymikroskopiker ist es ohne geeignete Gerätschaften allerdings nicht leicht solch einen Dünnschliff selbst herzustellen.

Da ist Improvisation gefragt! Ein Steinmetz kann da sehr hilfreich sein, zumindest wenn es darum geht die Proben in dünne Scheiben zu schneiden.

Freitag, 26. Juni 2009

Warum sind Kieselalgen so erfolgreich?

Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts finden Hinweise in der Evolution dieser Algen

Pressemitteilung des Alfred-Wegener-Instituts:
Foto: Richard Crawford

Bremerhaven, 26. Juni. Kieselalgen (Diatomeen) spielen eine Schlüsselrolle für die Photosynthese in den Weltmeeren und werden deshalb intensiv untersucht. Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft haben in internationaler Zusammenarbeit eine neue Entdeckung zur Evolution der Photosynthese in Diatomeen gemacht. Bisher ging man davon aus, dass Diatomeen ihre Fähigkeit zur Photosynthese ausschließlich von Rotalgen geerbt haben. Die Molekularbiologen haben jetzt gezeigt, dass sich im Genom der Diatomeen erhebliche Mengen an Erbmaterial finden, das von Grünalgen abstammt. Die photosynthetischen Zellstrukturen der Diatomeen, vereinen somit Eigenschaften aus Rotalgen- und Grünalgenvorfahren, was ihren enormen Erfolg in den Weltmeeren erklären könnte. Die Ergebnisse werden nun in der jüngsten Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift „Science“ vorgestellt.

Die Photosynthese, Basis allen Lebens auf der Erde, wird je etwa zur Hälfte auf dem Land und im Meer erbracht. An Land sind vor allem komplexe grüne Pflanzen dafür verantwortlich, in den Meeren die Algen und zwar vorwiegend einzellige Vertreter. Darunter stellen die Kieselalgen (Diatomeen) mit einem Anteil von etwa 40 Prozent die wichtigste Gruppe.

Landpflanzen, Rot- und Grünalgen unterscheiden sich in ihrer evolutionären Geschichte grundsätzlich von den Diatomeen: Sie entstammen der Symbiose eines photosynthetischen Bakteriums (Cyanobakterium) mit einer höher entwickelten, farblosen Wirtszelle mit Zellkern (eukaryotische Zelle). Da dabei eine Zelle als Symbiont in einer anderen Zelle lebt, nennt man den Vorgang Endosymbiose. Im Ergebnis entstanden so die photosynthetischen Organellen in Pflanzen- und Algenzellen, die Plastiden oder Chloroplasten.

Auch Diatomeen besitzen Plastiden, doch diese entwickelten sich, in dem zwei höhere Zellen miteinander verschmolzen: Eine eukaryotische Wirtszelle nahm einen photosynthetischen Rotalgen-Einzeller auf. Bei dieser sekundären Endosymbiose entstehen so genannte sekundäre Plastiden. Bisher ging man davon aus, dass die aufnehmende Zelle farblos und nicht photosynthetisch war. „In einer internationalen Zusammenarbeit gelang es uns zu zeigen, dass die aufnehmende Wirtszelle bereits Chloroplasten besaß, die denen von Grünalgen ähneln. In den Genomen von zwei Diatomeen-Arten konnten wir Spuren dieser „kryptischen“ Chloroplasten entdecken“, erklärt Klaus Valentin, Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung.

Tatsächlich fänden sich in den Genomen sogar mehr Spuren des Grünalgen- als des Rotalgen-Vorfahren. Daraus könne man schließen, dass die Plastiden heutiger Diatomeen tatsächlich eine Mischform aus zwei Plastidentypen, denen aus Grünalgen und Rotalgen, darstellen. „Diatomeen verfügen dadurch wahrscheinlich über mehr stoffwechselphysiologisches Potenzial als jede der beiden Ausgangstypen einzeln, was den großen Erfolg der Diatomeen in den Meeren erklären könnte“, so Valentin weiter. „Ihre Plastiden könnten quasi das „Beste beider Welten“ vereinen.“Mittlerweile haben Valentin und sein Kollege Bànk Beszteri Spuren einer grünen Endosymbiose auch in anderen Meeresalgen entdeckt, die ähnlich wie Diatomeen ebenfalls aus einer sekundären Endosymbiose hervorgegangen sind. Dazu gehören beispielsweise die Braunalgen. „Unser nächstes Ziel ist es nun herauszufinden, welchen Vorteil diese Form der Symbiose den Meeresalgen genau gebracht hat. Wir wollen diesen Vorteil quantifizieren und die Stoffwechselwege identifizieren, die in Diatomeen zusätzlich vorhanden sind oder besser funktionieren als in Rot- oder Grünalgen alleine. Vielleicht können wir so verstehen, warum die Algen mit sekundären Plastiden in den Meeren so erfolgreich sind während an Land Pflanzen mit primären Plastiden das Rennen gemacht haben.“
Ansprechpartner im Alfred-Wegener-Institut ist Klaus Valentin

Dienstag, 23. Juni 2009

MikroLinkBlog on Twitter

Ab sofort ist der MikroLinkBlog auch bei Twitter zu finden. Wer also immer Top informiert sein möchte was sich in meinem Blog tut ist herzlich eingeladen auf Twitter zu folgen.

Wir Mikroskopiker sind ja ein eigenes Völkchen (etwas Selbstironie muss auch mal sein ;-) ) und neuen Trends nicht immer gleich aufgeschlossen. Auf Grund dieser Erkenntnis bin ich nun sehr gespannt wie viele Interessenten sich auf Twitter einfinden werden. Lass mich überraschen!

Sonntag, 14. Juni 2009

A/H1N1 - die Schweinegrippe alle Informationen

Die verlinkte Webseite bietet alle gesammelten Informationen zum A/H1N1 Erreger. Wer sich ausführlich Informieren will findet hier alles Wissenswertes, wie z.B. Informationen zur Verbreitung, der Ansteckungsgefahr, zu den Symptome etc.

Man sollte sich Informieren denn es ist wichtig zu wissen mit welcher Art Virus man es zu tun hat!

Freitag, 12. Juni 2009

Der Archäologe und sein Mikroskop

Das Stereomikroskop ist ein ebenso wichtiger Bestandteil jeder archäologischen Ausgrabung wie Schaufeln, Bürsten etc.. Erst unter dem Mikroskop sind feine Strukturen erkennbar und ermöglichen die Rekonstruktion bzw. eine genaue Zuordnung.


Der gegenwärtige Link lässt hinter die Kulissen der Restaurierungswerkstätten der Archäologischen Staatssammlung München blicken. Besonders möchte ich auf die Audiobeiträge auf der Webseite hinweisen.

Donnerstag, 11. Juni 2009

Mikroskop für die Hosentasche

Man kommt schon ab und zu mal unterwegs in die Verlegenheit bei der ein Mikroskop sehr hilfreich wäre, denken wir mal an die Bestimmung von Moosen, etc.

Das Vorgestellte Mini-Taschenmikroskop macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck vor allem dürfte der von Amazon angebotene Preis von USD 13,50 fast unschlagbar sein. Natürlich darf man sich keine optischen höchstleistungen erwarten, aber zur Erstbegutachtung sicherlich recht brauchbar.

Weitere Infos bietet die Herstellerwebseite bzw. dem Film entnehmen.


Dienstag, 2. Juni 2009

Mikroskopierbedarf

Wer in die Mikroskopie einsteigt stellt rasch fest das es mehr als nur eines gutes Mikroskop bedarf seinem Hobby nachzugehen.

Allerlei Laborglaswaren beginnend bei Objektträgern und Präparierutensilien sind nötig um tiefer in die Mikroskopie einzusteigen. Über den verlinkten Onlineshop kann man all dies beziehen. Das Angebot ist für den Hobbybereich recht umfangreich und die Preise moderat.