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Sonntag, 29. November 2009

DNA Kunst - Weihnachten für Mikroskopiker Teil 1

Weihnachten steht vor der Türe! In der Reihe “Weihnachten für Mikroskopiker” möchte ich Geschenksideen für Mikroskopie interessierte vorstellen.

Den Anfang macht eine sehr ausgefallene Idee. Die eigene DNA als Kunstwerk, ein persönlicheres Geschenk als dieses wird man kaum finden.

So nun wie geht das? Zitat von der Webseite des Herstellers: “Wählen Sie die Farbe und Größe des Bilds und in ein paar Tagen erhalten Sie den DNA-Entnahme-Kit. Und nur wenige Wochen später erhalten Sie Ihr persönliches Bild, das ihre ganze Individualität ausstrahlt.“

Ab € 249,-- ist man dabei und kann die eigne DNA oder die seiner Lieben an der Wand täglich bewundern. Freunde werden mit Sicherheit beeindruckt sein, denn ein exklusiveres "Kunstwerk" gibt es nicht.


Foto c Helys

Mittwoch, 11. November 2009

Weltweit einzigartige Mikroskopie-Bilder

Das Bildarchiv von ImagePoint.biz ist um eine weltweit einzigartige Rarität attraktiver: Gut hundert Bilder des Schweizer Wissenschaftsfotografen Martin Oeggerli werden unter dem Namen "Micronaut" präsentiert. Die Bilder eröffnen kaum vorstellbare Einblicke in die faszinierende Welt des Mikrokosmos. Neben wissenschaftlicher Präzision erfüllen sie auch hohe ästhetische Ansprüche und bewegen sich zwischen Kunst und Wissenschaft.

Unerreichte Vergrösserungen

Seien es Milben, das Auge einer Fruchtfliege, Krebszellen oder beispielsweise das Ei des südamerikanischen Passionsfalters: Martin Oeggerli bildet sie mit einem Raster-Elektronen-Mikroskop (REM) in bis zu 500'000-facher Vergrösserung ab. Dazu ist ein komplexer und äusserst zeitaufwändiger Herstellungsprozess nötig. Weil es sich bei einem REM genau genommen nicht um ein optisches Gerät, sondern vielmehr um ein Tastinstrument handelt, kann damit nur schwarzweisses Bildmaterial erstellt werden. Die fotorealistischen Farben erhalten Oeggerlis Bilder erst nachträglich am Computer - in präziser Handarbeit und wann immer möglich nach biologisch relevanten Kriterien.

Die Bilder sorgen über die Wissenschaft hinaus weltweit für Aufsehen: Oeggerli gelingt es, Vorgänge in der Biologie darzustellen, die man wohl kennt, die aber noch nie so plastisch und realitätsnah abgebildet werden konnten. Jedes Detail von Oeggerlis Motiven wird dabei in präziser Handarbeit bis hin zum einzelnen Pixel ausgearbeitet. Dadurch erschliessen sich dem menschlichen Auge Sphären in einer beeindruckenden Klarheit, die weit über eine rein wissenschaftliche Darstellung hinausgeht.

Ausgezeichnete Bilder

Dass die Bilder von Micronaut / Martin Oeggerli in naturwissenschaftlichen Kreisen weltweit ein Begriff sind, verdeutlichen zahlreichen Auszeichnungen: So belegte Oeggerli beispielsweise beim letztjährigen Wettbewerb "Bilder der Forschung" von FOCUS und dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller in Deutschland gleich die Plätze 1 und 2. Im kommenden Dezember wird Oeggerli in Bremen mit dem Preis 'Deutscher Wissenschaftsfotograf des Jahres' (Kategorie Mikroskopie) ausgezeichnet.

Micronaut-Bilder in der Produktlinie "Selection"

Für die Vermarktung der Micronaut-Bilder arbeitet Martin Oeggerli in der Schweiz exklusiv mit dem Vertriebspartner ImagePoint.biz zusammen. Geschäftsführer Felix Brunner ist von den Bildern begeistert: "Die Bilder eröffnen dem Betrachter ungeahnte Perspektiven in einer kaum zugänglichen Welt. Sie passen perfekt in unsere neue Produktelinie "Selection", die hochwertige Bilder für anspruchsvolle Projekte bietet." Die visuelle Überraschung für das menschliche Auge in Kombination mit der überragenden Qualität dürfte auch für Kunden in Marketing und Werbung sehr interessant sein. So sieht ImagePoint insbesondere für Kunden aus dem Pharma- oder dem weiteren Gesundheitsbereich Potential durch Bilder von Micronaut. (pte)
Foto: Gänseblümchen - Das mit einem Raster-Elekronen-Mikroskop aufgenommene Bild zeigt einen 1.5 mm grossen Ausschnitt einer Gänseblümchen-Blüte. c Micronaut/ImagePoint.biz

Samstag, 7. November 2009

Kieselalgen zwischen Biologie, Kunst und Designvorbild


Wer das Phyletische Museum der Friedrich-Schiller-Universität Jena betritt, wird nicht nur mit Entwicklungsgeschichte, sondern auch mit Kunst konfrontiert. Medusenzeichnungen von Ernst Haeckel, dem Gründer des Museums, schmücken die Decke. Und diese Verbindung von Natur und Kunst spiegelt auch die neue Sonderausstellung "Diatomeen - Formensinn" wieder, die am 23. Oktober mit einer Vernissage startete.

Diatomeen sind mit bloßem Auge kaum sichtbare Einzeller: Kieselalgen. Diese Algen haben nicht nur bereits Johann Diedrich Möller - noch vor Haeckel - inspiriert, Kunst nach dem Vorbild der Natur zu schaffen und damit reich zu werden, wie in der Ausstellung gezeigt wird. Die Algen sind bis heute Vorbild - und so zeigt die neue Schau auch die Spuren, die diese winzigen Kieselalgen mit ihrem formschönen und funktionalen Glaspanzer in der Architektur und Bionik, beim Design und in der Kunst hinterlassen haben. Auf einer Reise in den biologischen Mikrokosmos erfahren die Besucher von der Bedeutung der Organismen, die fast ein Viertel des Sauerstoffs weltweit produzieren. Die Exposition schafft auch etwas, was kein Buch, kein Fernsehen kann: Sie zeigt Größe - oder besser Winzigkeit. Denn Diatomeen-Forschung ist untrennbar mit der Geschichte ihrer Sichtbarmachung durch das Mikroskop verbunden. "Formensinn" fragt dabei nach dem Verhältnis von Funktion und Ornament. Für die Besucher soll deutlich werden, dass die wissenschaftliche und gestalterische Beschäftigung mit Naturformen stets im Kontext von ästhetischen, technischen und gesellschaftlichen Vorbedingungen erfolgt. Die Fragen, "wie entsteht überhaupt Form und welchen Sinn hat sie", "kann etwas so Schönes wirklich funktional sein" und "kann etwas, das eigentlich nur aus Funktion besteht, gleichzeitig als Verzierung wahrgenommen werden", ziehen sich so als roter Faden durch die Ausstellung.

Doch die Kieselalgen sind auch im Alltag präsent: als Katzenstreu, das aus fossilen Diatomeen besteht, als Vorbild für Koffer, Boote und Bahnhöfe. Exponate wie das Modell eines nach dem Vorbild von Diatomeen entworfenen Bahnhofs für Luxemburg des Jenaer Architekten Pohl, Frei Ottos legendäre Entwürfe für eine Stadt in der Arktis und weitere Originalzeichnungen des berühmten Architekten sowie innovative Designprototypen zeigen, wie die Kieselalge zum Vorbild wurde und bis heute wird.

Neu im Phyletischen Museum ist auch, dass das Ausstellungsdesign erstmals nicht selber gestaltet wurde: Seit über einem Jahr arbeiten 16 Studierende der Bauhaus-Universität Weimar an Konzeption und Umsetzung. Einige der Kunst- und Medienstudenten haben auch eigene Arbeiten zur Ausstellung beigesteuert. "Die Studierenden treffen die Sprache unserer jungen Zielgruppe", sagt Museums-Direktor Prof. Dr. Martin S. Fischer, der die Ausstellung initiiert hat. "Klassische Themen werden durch sie in moderner zeitgenössischer Formensprache präsentiert", freut sich der Jenaer Biologe über die Zusammenarbeit.

Eine Kooperation, die dank des Kurators der Ausstellung Felix Sattler, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bauhaus-Universität Weimar, um drei renommierte Partner erweitert werden konnte: das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung Bremerhaven, das Zoologische Museum Hamburg und das Leichtbauinstitut Jena.

Das interdisziplinäre Projekt wird an der Bauhaus-Universität auch begleitet durch die Professur Interaction Design von Professor Wolfgang Sattler und beraten durch Professor Rainer Gumpp (Professur Entwerfen und Tragwerkskonstruktion).

Die Kunst-Natur-Schau wird ein Jahr zu sehen sein. Das Phyletische Museum (Vor dem Neutor 1) ist täglich von 9-16 Uhr geöffnet.


Foto c Peter Scheere/FSU Eine nach dem Vorbild von Diatomeen gestaltete Leichtbau-Autofelge.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Fotowettbewerb bei ScienceBlog.de

ScieneceBlog.de startet seinen ersten Fotowettbewerb. Der Wettbewerb teilt sich in mehrer Kategorien, unter anderem auch “Mikroskopie”.

Wer Interesse hat seine Mikrofotos zu diesem Wettbewerb einzureichen hat noch Zeit dies bis zum 30. November 2009 zutun. Weiter Details findet ihr auf der verlinkten Webseite des ScienceBlog.

Viel Erfolg allen Teilnehmern!

Sonntag, 19. Juli 2009

Kunst mit und aus Petrischalen

Künstler experimentieren mit vielfältigen Materialien und Techniken. So bleibt es nicht aus das auch Petrischalen und insbesondere deren Inhalt zu Kunstwerken arrangiert werden.

Das Video zeigt eine Installation aus 150 Petrischalen die gegenwärtig in einer Ausstellung in den USA gezeigt werden. Die Künstlerin beschreibt im Interview ihre Arbeit.

Mit persönlich gefällt es und ich könnte mir gut vorstellen solch ein Werk an der Wand zu haben, aber das muss natürlich jeder für sich beurteilen.