Donnerstag, 26. November 2009

Die Bio-Hacker kommen!

Bewaffnet mit Mikroskop, Zentrifuge und Pipetten extrahieren Wochenendgenetiker Erbgut aus Obst, Haaren und sonstigen was sie in die Finge bekommen. Dieser Trend kommt aus den USA, wo die gesetzlichen Möglichkeiten breiter gefächert sind als in Europa. Ob dies der Menschheit dient, ist in Zeiten der weltweiten Terrorgefahr sehr fraglich! Was geschieht wenn mal ein Fehler passiert, schließlich ist eine Küche kein Hochsicherheitslabor.

Im Web kann man schon die “Do it yourself Biology” DIYBIO Community finden. Dort werden die gewonnenen Erkenntnisse veröffentlicht und ausgetauscht. Rund 800 Freizeitforscher haben sich dort bereits organisiert.

Im folgenden Film bekommt man einen Eindruck der Bestrebungen von DIYBIO.

Man kann sicher sein das man in Zukunft noch mehr von DIYBIO hört, ich hoffe nur positives!





Foto cc lucylarou


Montag, 23. November 2009

Ameisen durchsichtig gemacht

Insektenforscher und Biologie-Studierende können den Körperbau von Ameisen, Käfern & Co. jetzt noch besser untersuchen. Denn die meist dunkel gefärbten Panzer dieser Krabbeltiere lassen sich transparent machen. Wie das geht, beschreiben Wissenschaftler vom Biozentrum der Uni Würzburg in der Fachzeitschrift Myrmecological News.

Wer eine wissenschaftliche Insektensammlung anlegt, stellt dafür meistens Trockenpräparate her oder legt die Insekten in Alkohol ein. Beide Arten der Konservierung bergen aber auch Nachteile. Die Forscher versuchen, diese durch spezielle Arbeitsschritte auszugleichen - schließlich wollen sie unter dem Stereomikroskop bestmögliche Einblicke in die Insektenkörper gewinnen. Zwei solche Arbeitsschritte sind das Entspannen und das Aufweichen.

Beim Entspannen werden getrocknete Tiere mit speziellen Lösungen befeuchtet. Die machen zum Beispiel erstarrte Gliedmaßen wieder beweglich - falls etwa ein Bein den mikroskopischen Blick auf eine interessante Körperregion behindert, können die Wissenschaftler es dann einfach in eine andere Position rücken.

Beim so genannten Aufweichen werden die Weichgewebe der Tiere mit unterschiedlichen Mitteln restlos aufgelöst, etwa mit eiweißspaltenden Enzymen. Auch hierdurch werden Gliedmaßen oder Mundwerkzeuge wieder beweglich und können dann weiter mikroskopisch untersucht werden.

Neu im Repertoire:

BleichenEine neue, zusätzliche Methode haben jetzt die Forscher aus Würzburg erarbeitet: "Wir bleichen unsere Ameisen mit Wasserstoffperoxid. Wenn die dunkle Pigmentierung des Außenskeletts verschwunden ist, können wir die inneren Gewebe sehen, ohne den Körper sezieren zu müssen", sagt der Biologe Marcus Stüben. Folgt auf das Bleichen noch eine Auflösung der inneren Gewebe, dann ergibt das "einen komplett reinen Insektenpanzer, einen dreidimensionalen Bauplan des Tieres", wie Stüben schwärmt. Vergleichbar sei das mit einer transparenten Ritterrüstung ohne Ritter drin.

Krebserregendes Reagenz entschärft

Marcus Stüben hat noch eine andere Neuerung eingeführt. Zum Entspannen der toten Insekten verwenden Biologen unter anderem das so genannte Barbers-Reagenz. Dieses aber enthält neben zwei weiteren Komponenten das krebserregende Benzol. Stüben hat herausgefunden, dass sich das Benzol ersetzen lässt: durch das nicht krebserregende Aceton. Das Reagenz verliert dadurch nicht an Effektivität, aber der Umgang mit ihm wird deutlich sicherer.

Wozu all das gut ist

Warum manche Wissenschaftler die Körper von Insekten bis ins kleinste Detail untersuchen? Marcus Stüben machte es an einem Beispiel klar: "Bei vielen Insekten können wir die einzelnen Arten nur dann sicher unterscheiden, wenn wir genau wissen, wie die Geschlechtsorgane der Männchen aussehen. Das erfahren wir mit solchen Präparationen."

Auch den Biologie-Studierenden kommen Stübens Erkenntnisse zugute. Sie müssen schließlich lernen, wie Insekten gebaut sind. Die nach Würzburger Art gebleichten Präparate dürften ihnen das noch anschaulicher vor Augen führen - beispielsweise den Stachelapparat von Bienen und Urameisen oder die Anordnung der komplex strukturierten Mundwerkzeuge.

Marcus Stübens Forschungsarbeit

Arten zu beschreiben und voneinander abgrenzen zu können: Das ist wichtig für alle Forscher, die sich mit Ökologie und Biodiversität befassen. Auf diesem Feld arbeitet auch Marcus Stüben. Der 37-Jährige macht seine Doktorarbeit bei Professor Karl Eduard Linsenmair am Würzburger Lehrstuhl für Tierökologie und Tropenbiologie.

Stüben erforscht das Verhalten und die Ökologie der bis zu zwei Zentimeter großen Ameise Pachycondyla analis. Diese Insektenart lebt in Wäldern und Savannen in Afrika südlich der Sahara und jagt ausschließlich Termiten.

Zurzeit geht die Forschung davon aus, dass es bei dieser Ameise sechs Unterarten gibt. Das aber ist eine möglicherweise veraltete Annahme, weshalb Stüben sie morphologisch-taxonomisch überprüft. Unter anderem sammelt er dafür an verschiedensten Orten Ameisen ein und vergleicht dann ihren Körperbau mit Typenmaterial, das er von Naturkundemuseen in aller Welt ausgeliehen hat.
Letzten Endes möchte er auch die geographische Verbreitung der Ameisen und ihrer Unterarten klären. Außerdem will er seine Ergebnisse mit Vegetations-, Klima- und Bodendaten in Beziehung setzen. Hierfür kooperiert er mit Kollegen vom Würzburger Lehrstuhl für Fernerkundung am Institut für Geographie.
Foto: Die dunkle Pigmentierung des Ameisenpanzers behindert die Untersuchung des Körperbaus. Nach dem Bleichen dagegen ist das Insekt durchsichtig und lässt sich besser unter dem Stereomikroskop erforschen (unteres Bild).
Fotos c Marcus Stüben

Freitag, 20. November 2009

iPhone wird zum Mikroskop

Apple ist für seine Innovationen bekannt. Der folgende nette kleine Film zeigt uns das iPhone als mobiles Mikroskop. Alles sehr schön anzusehen aber eben leider nicht real.

Die gezeigten Vergrößerungen dringen in Dimensionen vor die nur ein Elektronenmikroskop abbilden kann. Aber Träumen wird man ja dürfen ;-).

Wer seine Umwelt aber an der Nase herumführen möchte, kann sich die Software für € 0,79 auf sein iPhone laden und so tun als hätte er ein Elektronenmikroskop für die Hosentaschen. Na dann viel Spass!

Donnerstag, 19. November 2009

Neues Spezialobjektiv für Neurowissenschaften und Entwicklungsbiologie

Mit dem neuen Leica HCX APO L20x/0.95 IMM für Bildaufnahmen in tiefen Gewebeschichten erweitert Leica Microsystems sein umfangreiches Angebot an Objektiven für die Konfokalmikroskopie.

Das neue Objektiv wurde eigens für anspruchsvolle biomedizinische Forschungsprojekte entwickelt und optimiert, wie beispielsweise für die Untersuchung ganzer Tiere, von Hirnschnitten und vergleichbarer neuronaler Proben, die mit dem Immersionsmedium BABB (Benzyl Alcohol Benzyl Benzoate,1:2) präpariert wurden. Die apochromatisch korrigierte Linse mit einer Standardvergrößerung von 20x eignet sich hervorragend für Übersichtsaufnahmen und bietet gleichzeitig eine außergewöhnliche numerische Apertur von 0.95. Diese numerische Apertur ermöglicht es, innerhalb eines Objektivfelds von erheblich mehr als einem halben Millimeter, Strukturen von 250 nm Größe aufzunehmen. In Kombination mit einem Konfokalmikroskop kann die Vergrößerung stufenlos bis auf das 1200-fache erhöht werden.

Das neue HCX APO L20x/0.95 IMM eignet sich perfekt für morphologische Studien in der Entwicklungsbiologie, der Neuromorphologie und der Neurobiologie sowie zur Untersuchung von einzelnen Neuronen, deren Verbindungen untereinander und für komplexe Strukturen des Gehirns als ganzes Organ.

Die exzellente optische Leistung des Leica HCX APO L20x/0.95 IMM entfaltetsich optimal in Kombination mit dem Leica DM6000 CFS (Confocal Fixed Stage) System, das auf der Plattform des Breitband Konfokal- und Multiphotonensystems Leica TCS SP5 II basiert. Das perfekte Zusammenspiel der konfokalen Komponenten von Leica Microsystems ermöglicht sowohl eine rasche Übersicht über die gesamte Probe, um interessante Bereiche zufinden, als auch tiefe Einblicke mit hoher Auflösung.

Dienstag, 17. November 2009

Mikrofotos und Daten für 1000 Jahre sicher!

Das behauptet das US-Unternehmen Cranberry. Die Lösung für diese Herausforderung ist ein einer DVD ähnliches Speichermedium namens DiamonDisc. Laut Angaben des Herstellers, können bis zu 4,7 GB Daten erfasst werden. Die DiamonDisc ist gegenüber UV-Strahlung, Hitze, Licht, Magnetwellen und andere Umwelteinflüsse resistent.

Kann man den Marketingversprechen trauen, sollen die Scheiben 1000 Jahre jeglichem Verfall widerstehen. Nun stellt sich aber die Frage, wer wird in 1000 Jahren ein entsprechendes Lesegerät haben. Denken wir daran, wer hat heute noch ein Diskettenlaufwerk?

Wer nun mit seinen Daten den Beweis der tausendjährigen Beständigkeit antreten will, hat zwei Möglichkeiten. DiamonDisc bietet an, die zu sichernden Daten direkt auf die Cranberry Webseite zu laden. Man erhält dann zum Preis von € 23,-- eine DiamondDisc mit seinen Daten. Will man seine Daten selbst Brennen, muss man schon etwas mehr investieren. Für € 3.350,-- erhält man einen Brenner inkl. 150 Rohlingen. Nicht billig, aber man hat dann was für die “Ewigkeit” ist ja auch was Wert!

Montag, 16. November 2009

Neue Digitalkamera für Fluoreszenzanwendungen

Bei Lebendzellexperimenten ist es wichtig, selbstschwache Fluoreszenzsignale zu erfassen und zu dokumentieren. Für diese speziellen Anforderungen hat Leica Microsystems das Programm an Hochleistungsdigitalkameras um die neue Leica DFC345 FX ergänzt. Sie ist gleichzeitig hochsensitiv und hochauflösend. Zudem zeichnet sie sich durch eine schnelle Bildaufnahmerate und einen großen dynamischen Bereich aus. Diese Vorteile machen sie zu einer idealen Kamera für multidimensionale Lebendzellbeobachtungen, selbst bei geringen Lichtintensitäten.

Brillante und detailgenaue Fluoreszenzaufnahmen

Der 2-Megapixel-CCD-Sensor mit einer Pixel­größe von 4,4 m garantiert höchste Detailgenauigkeit. Aufgrund der hohen Auflösung und des großendynamischen Aufnahmenbereichs können mit der Leica DFC345 FX parallel sowohl dunkle, nicht markierte Proben wie auch fluoreszierende Proben gleichzeitig aufgezeichnet werden, ohne zeitaufwändige Überlagerung von mehreren Bildern. Dabei ermöglicht wahlweise ein 40 MHz-Pixel-Taktschnelles Bildauslesen, während ein 20 Mhz-Pixel-Takt für höchste Bildqualität durch niedriges Bildrauschen sorgt.

Bei schwachen Lichtverhältnissen müssen photo­elektrische Komponenten gekühlt werden, damit die Kamera bei langen Belichtungszeiten rauschfreie Bilder produziert. Deshalb ist die Leica DFC345 FX mit einer einstufigen Peltier-Kühlung ausgestattet, die Hintergrundrauschen effektiv unterdrückt. In Kombination mit der hohen Detailausbeute entstehen selbst bei schwachen Fluoreszenzsignalen brillante, kontrastreiche Bilder.

Vollständig integriert für vielfältigen Einsatz

Die FireWire-B-Schnittstelle erlaubt einfachen und zuverlässigen Datentransfer zum Computer ohne zusätzliche Stromversorgung. Die LeicaDFC345 FX ist vollständig in die Software-Plattformen von Leica Microsystems integriert: Die modulare Leica Application Suite (LAS) für einfache Fluoreszenzaufnahmen und Bildarchivierung, die bedienerfreundliche LAS AF für anspruchsvolle Fluoreszenzanwendungen und die von Meta Morphunterstützte Leica MM AF für mulitdimensionale Bildaufnahme und -analyse.

Sonntag, 15. November 2009

Die Invasion der Mikorben

Wir sind ihnen ständig ausgesetzt, um uns, auf uns und in uns leben sie. Viele von ihnen können uns gefährlich werden, aber manche sind für unsere Existenz essentiell wichtig.

Der folgende Film gewährt einen Einblick in diese mikroskopische Welt. Man sollte sich allerdings etwas Zeit nehmen, dauert ca. 50 Minuten.

Freitag, 13. November 2009

Forscher entdecken Bernsteineinschlüsse von Mikroorganismen aus dem Meer

Erstmals haben Wissenschaftler mikroskopische Bernsteineinschlüsse von Meeresbewohnern gefunden. Zu den aus der Kreidezeit stammenden marinen Mikroorganismen gehören unter anderem zahlreiche Arten von Algen. Zusammen mit einer Vielzahl weiterer Einschlüsse, darunter waldbewohnende Insekten, Pflanzenreste sowie winzige Federn von Dinosauriern oder Vögeln, bilden sie die "wohl ungewöhnlichste Gemeinschaft, die jemals in einem Bernsteinstück entdeckt wurde", betont Dr. Alexander Schmidt. Der Paläontologe von der Universität Göttingen hat den Bernsteinfund aus Südwestfrankreich mit französischen Kollegen untersucht. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht.

Die kreidezeitlichen Bernsteinwälder Frankreichs wuchsen direkt an der Küste des vor etwa 100 Millionen Jahren noch jungen Atlantiks. Es waren Mischwälder, die von Nadelholzgewächsen wie Araukarien dominiert wurden. Wie Dr. Schmidt erläutert, wurden mikroskopisch kleine Schalen und Stacheln der Meeresbewohner wahrscheinlich durch Wind oder Gischt vom Strand her in die nahen Küstenwälder getragen. Dort kamen sie mit flüssigem Harz in Kontakt. Zusammen mit Insekten und anderen Organismen wurden sie in den fossil gewordenen Baumharzen eingeschlossen. Als einer der ersten Wissenschaftler hat Dr. Schmidt Mikroeinschlüsse in Bernsteinen zum Gegenstand der geobiologischen Forschung gemacht.

Unter den mikroskopisch kleinen Inklusen fanden die Wissenschaftler Kieselalgen und Foraminiferen - das sind schalentragende Amöben - sowie Schwammnadeln und Strahlentierchen. Erhalten wurde auch der Stachel einer Seeigellarve. Bei den Insekten identifizierte das Forscherteam rund 80 verschiedene Arten in dem nur fünf Zentimeter großen Bernsteinstück, das für die Detailuntersuchungen in 30 Scheiben zersägt wurde. "Diese Organismen bieten heute wertvolle Einblicke in die Lebenswelt vergangener Erdzeitalter", sagt Dr. Schmidt. Der Wissenschaftler beschäftigt sich im Courant Forschungszentrum Geobiologie der Universität Göttingen mit der Landpflanzenevolution und der Entwicklung terrestrischer Ökosysteme.

Foto: Marine Kieselalge im Bernstein der Kreidezeit
Mit freundlicher Genehmigung der c National Academy of Sciences, PNAS

Mittwoch, 11. November 2009

Weltweit einzigartige Mikroskopie-Bilder

Das Bildarchiv von ImagePoint.biz ist um eine weltweit einzigartige Rarität attraktiver: Gut hundert Bilder des Schweizer Wissenschaftsfotografen Martin Oeggerli werden unter dem Namen "Micronaut" präsentiert. Die Bilder eröffnen kaum vorstellbare Einblicke in die faszinierende Welt des Mikrokosmos. Neben wissenschaftlicher Präzision erfüllen sie auch hohe ästhetische Ansprüche und bewegen sich zwischen Kunst und Wissenschaft.

Unerreichte Vergrösserungen

Seien es Milben, das Auge einer Fruchtfliege, Krebszellen oder beispielsweise das Ei des südamerikanischen Passionsfalters: Martin Oeggerli bildet sie mit einem Raster-Elektronen-Mikroskop (REM) in bis zu 500'000-facher Vergrösserung ab. Dazu ist ein komplexer und äusserst zeitaufwändiger Herstellungsprozess nötig. Weil es sich bei einem REM genau genommen nicht um ein optisches Gerät, sondern vielmehr um ein Tastinstrument handelt, kann damit nur schwarzweisses Bildmaterial erstellt werden. Die fotorealistischen Farben erhalten Oeggerlis Bilder erst nachträglich am Computer - in präziser Handarbeit und wann immer möglich nach biologisch relevanten Kriterien.

Die Bilder sorgen über die Wissenschaft hinaus weltweit für Aufsehen: Oeggerli gelingt es, Vorgänge in der Biologie darzustellen, die man wohl kennt, die aber noch nie so plastisch und realitätsnah abgebildet werden konnten. Jedes Detail von Oeggerlis Motiven wird dabei in präziser Handarbeit bis hin zum einzelnen Pixel ausgearbeitet. Dadurch erschliessen sich dem menschlichen Auge Sphären in einer beeindruckenden Klarheit, die weit über eine rein wissenschaftliche Darstellung hinausgeht.

Ausgezeichnete Bilder

Dass die Bilder von Micronaut / Martin Oeggerli in naturwissenschaftlichen Kreisen weltweit ein Begriff sind, verdeutlichen zahlreichen Auszeichnungen: So belegte Oeggerli beispielsweise beim letztjährigen Wettbewerb "Bilder der Forschung" von FOCUS und dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller in Deutschland gleich die Plätze 1 und 2. Im kommenden Dezember wird Oeggerli in Bremen mit dem Preis 'Deutscher Wissenschaftsfotograf des Jahres' (Kategorie Mikroskopie) ausgezeichnet.

Micronaut-Bilder in der Produktlinie "Selection"

Für die Vermarktung der Micronaut-Bilder arbeitet Martin Oeggerli in der Schweiz exklusiv mit dem Vertriebspartner ImagePoint.biz zusammen. Geschäftsführer Felix Brunner ist von den Bildern begeistert: "Die Bilder eröffnen dem Betrachter ungeahnte Perspektiven in einer kaum zugänglichen Welt. Sie passen perfekt in unsere neue Produktelinie "Selection", die hochwertige Bilder für anspruchsvolle Projekte bietet." Die visuelle Überraschung für das menschliche Auge in Kombination mit der überragenden Qualität dürfte auch für Kunden in Marketing und Werbung sehr interessant sein. So sieht ImagePoint insbesondere für Kunden aus dem Pharma- oder dem weiteren Gesundheitsbereich Potential durch Bilder von Micronaut. (pte)
Foto: Gänseblümchen - Das mit einem Raster-Elekronen-Mikroskop aufgenommene Bild zeigt einen 1.5 mm grossen Ausschnitt einer Gänseblümchen-Blüte. c Micronaut/ImagePoint.biz

Dienstag, 10. November 2009

US-Forscher verwandelt Handy in Mini-Labor

Das gewöhnliche Mobiltelefon mit Kamera könnte bald das Labor-Mikroskop bei der Analyse von Blutproben ablösen. Dieses Ziel verfolgt zumindest Aydogan Ozcan, Assistenz-Professor an der Universität von Kalifornien, berichtet die New York Times. Er hat es geschafft mittels selbst entwickelter Software und zusätzlicher Hardware um lediglich zehn Dollar aus dem Handy ein Mini-Labor zu bauen.

"Wir verwandeln Mobiltelefone in Geräte die Krankheiten diagnostizieren können", so Ozcan. Die adaptierten Handys sollen an Orten, weit weg von Krankenhäusern, Technikern oder Labors zum Einsatz kommen. Unter dem Namen Microskia möchte der Entwickler seine Erfindung in Zukunft auch auf den Markt bringen.

Blutanalyse mit der Handykamera

Die einzelnen Geräte können sehr unterschiedlich aussehen. So analysiert ein Prototyp die Blutprobe mittels der eingebauten Handykamera. Diese ist durch zusätzliche Dioden nur geringfügig aufgebessert, kann jedoch Blutproben ausreichend abbilden. Die gesammelten Informationen werden drahtlos an Krankenhaus oder Labor übermittelt. Die Technologie soll auch mit anderen mobilen Geräten ohne Kamera über USB-Anschluss kompatibel sein.

Dass die Geräte trotz der geringen Größe ähnliche Ergebnisse wie Mikroskope erzielen können, liegt an dem Verzicht auf Linsen. Die Vergrößerung passiert einzig auf digitalem Weg. Ein weiterer Vorteil sind die geringen Produktionskosten. Ein möglicher Verkaufspreis wurde noch nicht festgelegt, man wolle die Technologie jedoch möglich günstig anbieten. Die möglichen Anwendungsfelder sind vielfältig. So könnten die günstigen, mobilen Diagnosegeräte im Kampf gegen Malaria eingesetzt werden. (pte)